Produkte des IT-Planungsrats

Diese Produkte steuert die FITKO bereits im Auftrag des IT-Planungsrates oder wird die Steuerung bis Ende 2022 von den bestehenden Geschäfts- und Koordinierungsstellen übernehmen. Das Produktportfolio wächst, wenn Projekte vom IT-Planungsrat in den Produkt-Status erhoben werden.

  • 115

    Die 115 ist die zentrale Anlaufstelle für Verwaltungsfragen aller Art. Ob Reisepass, Gewerbeanmeldung oder Wohngeld: Über die bundesweit einheitliche Rufnummer 115 werden die häufigsten Fragen von Bürger:innen und Unternehmen schnell und kostengünstig geklärt. Über 570 Kommunen, 14 Länder sowie die gesamte Bundesverwaltung nehmen bereits teil.

    Nach Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes soll die 115 ab 2023 wesentlicher Teil der dann verpflichtenden Online-Verwaltungsleistungen sein. Hierfür werden eine Lotsenfunktion sowie zusätzliche Technologien wie Chatbot und Sprachdialogsystem entwickelt und als zusätzliche Kommunikationswege eröffnet. Die 115 wird Bürger:innen und Unternehmen somit künftig beim Auffinden und Nutzen der Vielzahl an Online-Leistungen unterstützen.

    Zur Website von 115

  • Behördenfinder Deutschland (BFD)

    Der Behördenfinder Deutschland (BFD) verbindet die Zuständigkeitsfinder der Bundesländer. Über das Portal behoerdenfinder.de können Nutzer:innen nach regionalen Verwaltungsdienstleistungen suchen und werden an die zuständige Stelle weitergeleitet werden.

    Durch die Entwicklung des Portalverbunds im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes wird der Behördenfinder überflüssig, sodass derzeit nur der Erhalt der Arbeitsfähigkeit der Dienste und keine Weiterentwicklung erfolgt. Mit der Umsetzung des Portalverbunds wird der Behördenfinder eingestellt.

    Zur Website des Behördenfinders

  • Deutsches Verwaltungsdiensteverzeichnis (DVDV 2.0)

    Das Deutsche Verwaltungsdiensteverzeichnis (DVDV) ist zentraler Bestandteil der Infrastruktur für das E-Government in Deutschland. Über diesen nicht-öffentlichen Verzeichnisdienst werden Verbindungsparameter bereitgestellt, um eine rechtssichere elektronische Kommunikation von und mit Behörden zu ermöglichen. Nutzer:innen des DVDV sind Applikationen (sogenannte Fachverfahren), nicht einzelne Personen.

    2019 wurde das Verzeichnis in einer neuen, modernisierten Version 2.0 in Betrieb genommen. Etwa 30.000 Organisationen bundesweit sind derzeit darin registriert. Im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes soll der Dienst auch für verwaltungsexterne Institutionen geöffnet werden.

    Zur Website des Deutschen Verwaltungsdiensteverzeichnis

  • FIT-Store

    Im FIT-Store werden digitalisierte Onlinedienste zur Nach-/Mitnutzung angeboten. Da viele Verwaltungsleistungen für Bürger:innen und Unternehmen auf denselben oder sehr ähnlichen Rechtsgrundlagen beruhen, ist es effektiv, die in einem Land digitalisierte Leistung auch in anderen Ländern zur Verfügung zu stellen. Damit dies möglichst unkompliziert, standardisiert und rechtssicher ablaufen kann wurde in der FITKO der „FIT-Store“ etabliert.

    Über standardisierte Vertragsbedingungen kauft die FITKO Leistungen (in erster Linie Betriebsleistungen) bei anbietenden Ländern ein, bewirbt diese durch entsprechende Beschreibungen auf einer Plattform und verkauft sie ebenfalls über standardisierte Vertragsbedingungen an nutzungsinteressierte Länder.

    Mehr Infos zum FIT-Store auf der Website der FITKO

  • Föderales Informationsmanagement (FIM)

    Das Föderale Informationsmanagement (FIM) liefert standardisierte Informationen für Verwaltungsleistungen. Nach einer einheitlichen Methodik werden komplizierte Gesetzestexte von Leistungen in allgemein verständliche Sprache übersetzt, die dazugehörigen Prozesse entwickelt und universelle Datenfelder für Online-Formulare erstellt.

    Ziel ist es, den Übersetzungs- und Implementierungsaufwand rechtlicher Vorgaben zu senken. Länder und Kommunen sollen auf validierte Stamminformationen des Bundes zurückgreifen, diese auf die landesrechtlichen Besonderheiten anpassen und der Vollzugsebene konkrete Vorlagen bereitstellen können.

    Zur Website FIM-Portal

  • GovData – Das Datenportal für Deutschland

    GovData ist das nationale Metadatenportal, über das Bund, Länder und Kommunen ihre Verwaltungsdaten auffindbar und zugänglich machen. Zentraler Bestandteil von GovData ist ein Katalog, der mit Metadaten befüllt wird, die in Bund, Ländern und Kommunen in einem standardisierten Austauschformat bereitgestellt werden. Die durch die Metadaten beschriebenen Verwaltungsdaten selbst werden weiterhin von den Datenbereitstellenden dezentral vorgehalten und gepflegt.

    Der Metadatenkatalog von GovData ist über verschiedene Schnittstellen (APIs) nachnutzbar. Im Sinne von Open Data setzt sich die Geschäftsstelle von GovData dafür ein, die Verwendung offener Lizenzen zu fördern und das Angebot von maschinenlesbaren Verwaltungsdaten zu erhöhen.

    Zur Website von GovData

  • Anwendung Governikus des IT-Planungsrates

    Governikus ermöglicht den Verwaltungen auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene einen gesetzeskonformen und sicheren Austausch von vertrauenswürdigen Daten sowie Dokumenten über das Internet. So wird ein rechtsverbindlicher Ersatz für die Schriftform gewährleistet.

    Hierzu liefert die Anwendung Governikus relevante Bausteine bzw. Basiskomponenten für Digitalisierungsvorhaben, etwa für die elektronische Identifikation (eID), die sichere Datenübermittlung, die Ver- und Entschlüsselung sowie elektronische Signaturen und Siegel. Die stete Weiterentwicklung der Anwendung erfolgt in einem konsequent am Bedarf und Nutzen ausgerichteten kollaborativen Prozess.

    Zudem können eingehende Daten in den automatisierten Datenabgleich zwischen Behörden (Fachverfahren) eingespeist und dort medienbruchfrei weiterverarbeitet werden.

    Zur Anwendung Governikus

  • Anwendung Governikus MultiMessenger (GMM) des IT-Planungsrates

    Elektronische Kommunikation umfasst weit mehr als E-Mails; Sie umfasst eine zunehmende Zahl an Transportkanälen. Der Governikus MultiMessenger (GMM) fungiert hierbei als zent­rale Multikanalkommunikationsplattform unter Gewährleistung von Vertraulichkeit und Authentisierung. Er dient als virtuelle Poststelle für den Transport von Nachrichten und berücksichtigt dabei die individuellen Anforderungen der einzelnen Transport- und Infrastrukturkanäle.  

    Damit können sowohl unter technischen als auch juristischen Gesichtspunkten alle rele­vanten nationalen Transportsysteme und notifizier­ten elektronischen Einschreib-Zustelldienste (u. a. De-Mail) gemäß eIDAS-Verordnung ver­arbeitet werden.

    Zur Anwendung Governikus MultiMessenger

  • Online-Gateway Portalverbund (PVOG)

    Das Online-Gateway Portalverbund (PVOG) verknüpft die Verwaltungsportale der Länder und des Bundes mit dem Ziel, allen Verwaltungskund:innen einen unmittelbaren, sicheren und leichten Online-Zugang zu Verwaltungsleistungen zu ermöglichen. Das PVOG aggregiert dafür Beschreibungen und Metadaten der Verwaltungsleistungen und verteilt die aggregierten Datenbestände über verschiedene Schnittstellen an die Verbundportale.

    So können Nutzer:innen bundesweit alle verfügbaren Online-Verwaltungsdienste erreichen, unabhängig davon, welches Verbundportal sie ansteuern. Darüber hinaus eröffnet das Ausspielen der Daten über die Schnittstellen des zentralen Online-Gateways weitere Nachnutzungsszenarien.

    Zur Suchmaske des Online Gateway Portalverbund

  • Online-Sicherheitsprüfung (OSiP)

    In einer Reihe von Gesetzen sind personenbezogene Sicherheits- und Zuverlässigkeitsüberprüfungen vor der Gewährung des Zugangs vorgeschrieben, z. B. für den Waffenbesitz oder in der Luftsicherheit. Bei der Durchführung der Überprüfungen müssen unterschiedliche Stellen beteiligt werden. Das IT-Verfahren Online-Sicherheitsprüfung (OSiP) ermöglicht es, dies automatisiert und weitestgehend medienbruchfrei zu gestalten.

    Dabei zeichnet sich OSiP insbesondere durch das Zusammenspiel von Unternehmen, Bürger:innen und Verwaltung inklusive Sicherheitsbehörden und Bundesregistern in einem gemeinsamen elektronischen Prozess aus.

    Zur Website der Online-Sicherheitsprüfung