Die Aufgaben des IT-Planungsrats

Gemeinsame föderale IT-Lösungen schaffen

Der IT-Planungsrat fungiert als zentrales politisches Steuerungsgremium zwischen Bund und Ländern in Fragen der Informationstechnik und der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen. Er fördert und entwickelt gemeinsame nutzer:innenorientierte IT-Lösungen und ebnet so den Weg für eine effiziente, sichere und gut vernetzte digitale Verwaltung in Deutschland.

Durch die Beschlüsse des IT-Planungsrates erhalten Bund und Länder eine verbindliche Grundlage für die gemeinsamen föderalen Digitalisierungsaktivitäten.

Die Aufgaben im Überblick

Gemäß § 1 IT-Staatsvertrag übernimmt der IT-Planungsrat folgende Aufgaben:

  • E-Government-Projekte
    Steuerung von zugewiesenen Projekten und Produkten des digital unterstützten Regierens und Verwaltens
  • Verbindungsnetz
    Koordinierungsgremium für das Verbindungsnetz zwischen den IT-Netzen von Bund und Ländern

Die Schwerpunkte 2021: Fokus auf Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes

Bis 2022 sollen Bund, Länder und Kommunen alle Verwaltungsleistungen in Deutschland über Verwaltungsportale auch digital anbieten und diese Portale zu einem Verbund verknüpfen. So sieht es das Onlinezugangsgesetz (OZG) vor. Die Arbeit des IT-Planungsrates im Jahr 2021 steht im Zeichen der Verwirklichung dieses Gesetzes – mit folgenden Schwerpunktthemen:

  • Einer für Alle (EfA)
    Nach dem Modell „Einer für alle“ werden künftig Onlinedienste von einem Land entwickelt und anschließend allen anderen Ländern zur Verfügung gestellt. Damit eine sinnvolle gemeinsame Nutzung von Diensten gelingt, müssen dafür die Grundlagen in Form eines einheitlichen Ziels und einheitlicher Standards entwickelt werden.

  • Unternehmenskonto
    Wirtschaft und Verwaltung sollen möglichst reibungslos digital zusammenarbeiten können. Der IT-Planungsrat sucht hierfür den engen Austausch mit Wirtschaftsverbänden, um die Anforderungen von Unternehmen frühzeitig in die Entwicklung von OZG-Lösungen einzubeziehen. Ein Beispiel ist das Unternehmenskonto, das 2021 weiterentwickelt wird. Es soll Unternehmen einen „Single Point of Contact“ zur öffentlichen Verwaltung ermöglichen.

  • FIT-Store
    Ein Ziel des OZG ist die Nachnutzung von einmal entwickelten Lösungen durch möglichst viele Akteur:innen der Verwaltung. Der FIT-Store vereinfacht und standardisiert diesen Prozess. Er wurde im Auftrag des IT-Planungsrates 2020 konzipiert und kann seit dem 2. Quartal 2021 genutzt werden.

  • Registermodernisierung
    Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur digitalen Verwaltung ist die Registermodernisierung. Das Ziel: Vernetzte Register sollen künftig ermöglichen, sodass Bürger:innen ihre Daten, die bereits in den Behörden vorliegen, nicht erneut vorlegen müssen. Der IT-Planungsrat unterstützt 2021 die Erarbeitung einer bundesweiten Architektur, wie der Datenabruf erfolgen soll.

Die FITKO (Föderale IT-Kooperation)

Agile Organisation zur Umsetzung der Beschlüsse des IT-Planungsrates

Um den IT-Planungsrat in seinen Aufgaben zu unterstützen und seine Entscheidungen umzusetzen, wurde eine agile Organisation geschaffen: die FITKO (Föderale IT-Kooperation)

Gegründet wurde die FITKO am 1. Januar 2020 durch eine Änderung des IT-Staatsvertrags als eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts in Trägerschaft aller Länder und des Bundes mit Sitz in Frankfurt am Main.

Die FITKO bündelt alle notwendigen Kompetenzen und Ressourcen, um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung praktisch voranzutreiben. Sie koordiniert und vernetzt die Akteur:innen, fördert und entwickelt gemeinsame Lösungen und Kooperationen und bietet Raum für neue Wege der Zusammenarbeit.

Die Arbeit des IT-Planungsrats und der FITKO gehen dabei Hand in Hand, sowohl zwischen den beiden Organisationen als auch in Zusammenarbeit mit anderen Akteur:innen.

Diese Infografik zeigt eine abstrakte Micro-Darstellung. Der IT-Planungsrat und die FITKO sind als feste Chip-Bauteile auf einer Platine verbaut. Durch verbindendene Linien wird die Zusammengehörigkeit beider Institutionen dargestellt.

Die Aufgaben der FITKO im Überblick

  • Organisatorische und fachliche Unterstützung des IT-Planungsrates
  • Bündelung föderaler Aktivitäten zur Digitalisierung der Verwaltung
  • Erarbeitung und Umsetzung der föderalen IT-Strategie
  • Konzeption und Weiterentwicklung der föderalen IT-Architektur
  • Koordinierung und operative Steuerung der Produkte und Projekte des IT-Planungsrates
  • Bewirtschaftung des Digitalisierungsbudgets

Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website.

Logo der Föderalen IT-Kooperation (FITKO)