Schwerpunktthema Digitale Anwendungen
Themenpate: Bremen
Im Schwerpunktthema „Digitale Anwendungen“, dessen Themenpatenschaft beim Land Bremen liegt, geht es darum, Verwaltungsverfahren auf Basis von IT zu beschleunigen und effizienter zu vollziehen. Dementsprechend umfassen digitale Anwendungen grundsätzlich alle Basis- und Fachanwendungen der föderalen IT-Landschaft sowie die Weiterentwicklung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), die Umsetzung der Single Digital Gateway-Verordnung (SDG) sowie digitale Identitäten und die föderale IT-Architektur.
Diese komplexen IT-Verfahren sind optimal auf die jeweiligen Behörden abgestimmt und müssen in ein Ökosystem integriert werden, das den Datenaustausch effizient unterstützt. Gleichzeitig wird der hohe Datenschutzstandard Europas und Deutschlands gewahrt. Im Fokus des Schwerpunktthemas steht die Entwicklung dieses digitalen Ökosystems.
Zielbild
Die Föderale Digitalstrategie des IT-Planungsrats fördert die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung durch föderale Zusammenarbeit und gemeinsame Standards. Das Schwerpunktthema „Digitale Anwendungen“ verfolgt das Ziel, die digitalen Angebote für Verwaltungsleistungen weiterzuentwickeln und sie flächendeckend, nutzer:innenfreundlich, barrierefrei sowie möglichst mobil zur Verfügung zu stellen. Der IT-Planungsrat koordiniert dabei ein Basisangebot der wichtigsten EfA-Leistungen.
Zudem soll die Umsetzung des „Once Only“-Prinzips vorangetrieben werden, wonach die Verwaltung bereits vorliegende Daten mit Einverständnis der Nutzenden wiederverwendet. Digitale Anwendungen sollen hierfür vollständig Ende-zu-Ende digitalisiert sowie Daten möglichst automatisiert verarbeitet und erste Verwaltungsleistungen proaktiv angeboten bzw. initiiert werden.
Auf Basis der „Deutschland-Architektur“ sollen in Digitalisierungsprojekten bundesweit standardisierte und europäisch anschlussfähige Anwendungen „plug and play“ verwendet werden können.
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Zusammenarbeit im Schwerpunktthema und Arbeitsformate
Das Schwerpunktthema arbeitet eng mit bestehenden Gremien zusammen, darunter die Projektgruppe EfA-Finanzierung sowie das föderale IT-Architekturboard, mit denen das Schwerpunktthema anlassbezogen im Austausch steht. Ergänzend wurden länderoffene Formate geschaffen, in denen Innovator:innen aus der Verwaltung gezielt spezifische Themen des Zielbilds vorantreiben, wie die EfA-Projekt-Community. Darüber hinaus werden in verschiedenen Formaten auch Akteur:innen außerhalb der Verwaltung eingebunden, etwa Verbände der öffentlichen und privaten IT-Wirtschaft zu Themen wie der Öffnung von Verwaltungs-APIs für digitale Drittangebote.
Im Schwerpunktthema gibt es folgende Arbeitsformate:
In der EfA-Projekt-Community vernetzen sich unter Koordination und Moderation des Schwerpunktthemas Digitale Anwendungen EfA-Service-Verantwortliche untereinander und mit Verantwortlichen für wichtige querschnittliche Initiativen, wie Registermodernisierung, EfA-Parametrisierung oder EUDI-Wallet. Ziel ist es, die Bekanntheit und Umsetzung von querschnittlichen Initiativen des IT-Planungsrats in wichtigen EfA-Services zu erhöhen und gleichzeitig die Praxistauglichkeit der Initiativen frühzeitig sicherzustellen. Dafür bietet sich das Schwerpunktthema als Plattform und Sprachrohr der EfA-Services an.
In der Arbeitsgruppe API First tauschen sich Initiativen zur Öffnung von Schnittstellen für die Abwicklung von Verwaltungsverfahren aus verschiedenen Bundesländern und Fachlichkeiten regelmäßig aus. Themen sind insbesondere Umsetzungsmöglichkeiten für API, notwendige übergreifende Standards und konkrete Use Cases. Im Rahmen der Arbeitsgruppe werden auch die konzeptionellen Arbeiten des Schwerpunktthemas Digitale Anwendungen rund um API First begleitet und validiert.
In der Arbeitsgruppe Governance werden mit Vertreter:innen mehrerer Bundesländer, des BMDS und der FITKO konkrete Maßnahmen und Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen IT-Planungsrat-Organisation und Fachministerkonferenzen im Rahmen der OZG-Umsetzung vorbereitet, um das beschlossene Zielbild PG Struktur umzusetzen.
Im Umsetzungsbeirat Digitale Verwaltung tauschen sich VITAKO, Databund und Bremen als Schwerpunktthemen-Pate regelmäßig über die Rahmenbedingungen für und Rolle von öffentlichen und privaten IT-Dienstleistern bei der praktischen Verwaltungsdigitalisierung aus. Daraus abgeleitet werden gemeinsame Veranstaltungs- und Beteiligungsformate geplant und durchgeführt.

Digitale Anwendungen der Verwaltung müssen Menschen und Unternehmen das Leben und den Alltag erleichtern. Schnell und einfach muss unser Maßstab für die erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung sein.Dr. Martin Hagen | Staatsrat für Haushalt, Personal und IT beim Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen
Geförderte Projekte
- Finanzierung der Parametrisierung, Standardisierung sowie technische Integration für den Flächenrollout im FOKUS-Projekt „Unternehmensanmeldung und –genehmigung“ (OZG-ID's 10294 & 10293) - EfA-MNA mit 12 Bundesländern
- LLM-basierter Wegweiser als Digitaler Assistent
- Konzeption eines digitalen Schwerbehindertenausweises
- Digitale Pflanzenschutz-Anwendungsdaten-Erfassung (DiPAgE)
- ELFEConnect
- KI-Assistenz zur Dokumentenanalyse im EfA-Dienst Digitaler Führerscheinantrag
- Erarbeitung eines föderalen und arbeitsteiligen Ende-zu-Ende digitalen Gründungsprozesses (EfA: Software as a service)
- Erprobungsprojekt "Neuordnung des Vollzugs elektronischer Verwaltungsleistungen am Beispiel der Kfz-Zulassung"
- Vorprojekt zur Erarbeitung und Initialisierung einer (konfigurierbaren) Deutschland-Architektur
- KI-gestützte Automatisierung von Genehmigungsverfahren im Gutachtenstil in der EfA-Fokusleistung Digitale Baugenehmigung
Die Details zu den Projekten gibt es hier:
Zu den Projekten des Schwerpunktthemas Digitalen Anwendungen
Programmmanagement
Das Programmmanagement der Schwerpunktthemen des IT-Planungsrats treibt im Auftrag der FITKO den Fortschritt in den Themenbereichen gezielt voran. Dabei unterstützt es die verantwortlichen Bundesländer – die sogenannten Themenpaten – bei Koordination, Planung und Kommunikation, damit sie ihre vielfältigen Aufgaben erfolgreich umsetzen können.
Der bei der FITKO zuständige Programmmanager ist Hans-Joachim Hack.