Projekte des Digitalisierungsbudgets

Folgende Projekte werden im Rahmen des Digitalisierungsbudgets zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) realisiert. Die übergreifende Steuerung liegt bei der FITKO, die das Digitalisierungsbudget im Auftrag des IT-Planungsrates verantwortet. Das Budget umfasst nach dem ersten IT-Änderungsstaatsvertrag 180 Millionen Euro für die Jahre 2020 bis 2022. Es soll Projekte und Aktivitäten finanzieren, die der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen auf allen föderalen Ebenen zugutekommen.

  • Unternehmenskonten

    Unternehmen sollen Verwaltungsleistungen deutschlandweit mit nur einem Konto abwickeln können. Im Projekt werden die Anforderungen der Unternehmen abgefragt und mit den bestehenden Lösungen abgeglichen. Ziel ist ein „Single Point of Contact“ zur öffentlichen Verwaltung.

  • Interoperable Servicekonten

    Bürger:innen sollen zukünftig nur noch ein Nutzer:innenkonten benötigen, um digitale Verwaltungsleistungen deutschlandweit in Anspruch zu nehmen. Das Projekt stellt sicher, dass die verschiedenen technischen Systeme von Bund, Ländern und Kommunen interoperabel zusammenarbeiten können.

  • Referenzimplementierung

    Im Zuge der OZG-Umsetzung erfolgt ein Teil der Digitalisierung von OZG-Leistungsbündeln durch sogenannte Referenzimplementierungen. Dabei werden praxistaugliche digitale Lösungen von Verwaltungsleistungen entwickelt, die im Anschluss von anderen Verwaltungen übernommen und nachgenutzt werden können. Mit dem Beschluss 2021/01 der 34. Sitzung des IT-Planungsrats vom 17.03.2021 werden Projekte dieser Projektart zukünftig nicht mehr mit Mitteln aus dem

  • Digitalisierungslabore

    Mit Hilfe interdisziplinärer Teams werden für priorisierte Verwaltungsleistungen nutzungsfreundliche digitale Lösungen als Prototyp konzipiert, welche im Anschluss nach Möglichkeit als Referenzimplementierung umgesetzt werden können. Mit der Entscheidung 2021/01 der 34. Sitzung des IT-Planungsrats vom 17.03.2021 werden Projekte dieser Projektart zukünftig nicht mehr mit Mitteln aus dem Digitalisierungsbudget, sondern mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket des BMI finanziert.

  • Föderales IT-Architekturmanagement

    Eine moderne digitale Verwaltung kann nur erfolgreich sein, wenn die IT-Landschaften aller Verwaltungsebenen optimal zusammenspielen. Durch den Aufbau eines föderalen IT-Architekturmanagements sollen bestehende und neu zu schaffende IT-Strukturen aufeinander abgestimmt sowie gepflegt und weiterentwickelt werden.

  • Qualitative und quantitative Verbesserung von FIM

    Das Föderale Informationsmanagement (FIM) liefert Verwaltungen nach dem Baukastenprinzip standardisierte Informationen über Verwaltungsleistungen. Mit dem Projekt soll FIM zur zentralen Basiskomponente für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes werden. 

  • (Weiter-) Entwicklung fachunabhängiger und fachübergreifender Standards und Schnittstellen

    Eine große Herausforderung der OZG-Umsetzung ist die Herstellung von Interoperabilität zwischen den föderalen IT-Strukturen. Im Projekt Über diese Projekte werden bestehende Standards wie XBau/XPlanung entsprechend weiterentwickelt.

  • (Weiter-) Entwicklung gemeinsamer Komponenten des IT-Planungsrates

    Alle Vorhaben zur OZG-Umsetzung berühren die auch die Funktion und Umsetzung bestehender Produkte des IT-Planungsrates. Das Projekt Diese Projektart sichert die individuelle Weiterentwicklung dieser Komponenten.

  • FIT-Connect

    Ein Baustein der föderalen IT-Architektur ist FIT-Connect. Im Auftrag des IT-Planungsrates erarbeitet die FITKO mit diesem Projekt eine Infrastruktur für den unkomplizierten Austausch von Antragsdaten zwischen Ländern sowie zwischen Ländern und Kommunen. Darüber hinaus ist die Bereitstellung einer Entwicklungsumgebung Gegenstand des Projektes.

  • Lernplattform für E-Government (eGov-Campus)

    Für die Umsetzung der Verwaltungsdigitalisierung braucht es Mitarbeiter:innen mit den notwendigen Digitalkompetenzen. Im Projekt wird eine hochschulübergreifende digitale Bildungsplattform zur Aus-, Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet E-Government und Verwaltungsinformatik aufgebaut.

  • Qualifizierung des öffentlichen Sektors (Qualifica Digitalis)

    Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen verändert Tätigkeiten, Arbeitsweisen und berufliche Anforderungen. Im Projekt werden auf wissenschaftlicher Basis Handlungsempfehlungen für Qualifizierungen von Beschäftigten im öffentlichen Sektor erarbeitet.

  • Portalverbund

    Im Portalverbund werden die Verwaltungsportale von Bund und Ländern verknüpft, damit Nutzer:innen von jedem Portal Zugriff auf alle Verwaltungsleistungen in Deutschland erhalten. Das Projekt stellt die dafür notwendige Infrastruktur und die Basisdienste bereit.

  • Online-Gateway Portalverbund

    Ziel des Projekts war die Umsetzung der technischen Verknüpfung der Verwaltungsportale von Bund und Ländern, sodass die Datenbestände über alle Portale ausgetauscht und aktualisiert werden können. Nach dem erfolgreichen Abschluss als Projekt wird es nun seit dem 01.05.2021 im Rahmen des Produktmanagements von der FITKO gemanagt. 

    Zum Projekt geht es hier.