eGov-Zert abgeschlossen: Studie liefert Erkenntnisse zum Aufbau von Digitalkompetenzen im öffentlichen Dienst

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Digitalkompetenzen sind eine Grundvoraussetzung für die Handlungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes. Vor diesem Hintergrund hat das Schwerpunktthema „Digitale Transformation" des IT-Planungsrats eine Studie durchgeführt, die ab sofort zur Verfügung steht. Auf Initiative des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt hat das Stein-Hardenberg Institut untersucht, warum digitale Selbstlernangebote im öffentlichen Dienst kaum strukturiert nachgenutzt werden. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Potenzial des eGov-Campus als föderaler Bildungsplattform des IT-Planungsrats. Die Studie liefert eine empirische Diagnose, ein Anerkennungskonzept, praxiserprobte Referenzprozesse und konkrete Empfehlungen für Politik, Verwaltung und den eGov-Campus.

Das Projekt zählt zu den ersten 27 Vorhaben, die der IT-Planungsrat im Juni 2025 zur operativen Umsetzung der Föderalen Digitalstrategie beschlossen hat. Die Befunde basieren auf einer Dokumentenanalyse, 26 Expert:inneninterviews, 3 Online-Befragungen mit über 160 Teilnehmenden, Prozesserhebungen in 3 Modellbehörden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene sowie einer Pilotierung.

„Digitale Fähigkeiten aufzubauen ist keine freiwillige Aufgabe — sie entscheiden darüber, ob der öffentliche Dienst handlungsfähig bleibt. eGov-Zert liefert erstmals eine empirisch fundierte Antwort darauf, warum digitale Selbstlernangebote in Behörden kaum strukturiert nachgenutzt werden — und was sich ändern muss. Die Erkenntnisse liegen vor — jetzt gilt es, sie zu nutzen.", sagt Bernd Schlömer, Staatssekretär für Digitalisierung im Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt und Themenpate für das Schwerpunktthema „Digitale Transformation" des IT-Planungsrats.

Die zentrale Erkenntnis der Studie: Nicht die Zertifikate sind das entscheidende Hindernis. Vielmehr fehlt es an einem gemeinsamen Verständnis davon, welche digitalen Kompetenzen im öffentlichen Dienst benötigt werden. Zugleich wird Kompetenzaufbau in vielen Behörden noch nicht als strategische Aufgabe verstanden. Auch Weiterbildungsprozesse und technische Infrastrukturen sind bislang häufig nicht darauf ausgerichtet, eigenverantwortliches und digitales Lernen zu unterstützen.

Damit Online-Lernangebote künftig stärker genutzt und anerkannt werden können, müssen sie zugleich passgenauer auf die Kompetenzbedarfe, Prozesse und technischen Rahmenbedingungen der Behörden zugeschnitten werden.

Als Ergebnis liefert die Studie ein Anerkennungskonzept, das systematisch beschreibt, unter welchen Voraussetzungen Zertifikate von Online-Lernangeboten in Behörden anerkannt werden. Dazu kommen praxiserprobte Referenzprozesse für die Integration digitaler Lernangebote in den behördlichen Fortbildungskatalog sowie eine empirisch erhobene Anforderungsliste als direkter Input für die strategische Weiterentwicklung des eGov-Campus.

Das Schwerpunktthema „Digitale Transformation" des IT-Planungsrats zielt darauf ab, digitale Fähigkeiten der Beschäftigten im öffentlichen Dienst bis 2028 flächendeckend zu stärken. eGov-Zert liefert dafür eine empirische Grundlage. Die Abschlussstudie inkl. Management Summary sowie die Abschlusspräsentation stehen ab sofort zum Download zur Verfügung.

 

Die Studie kann hier heruntergeladen werden:

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