IT-Planungsrat

II.34 Künstliche Intelligenz

Datum 18.04.2018

16. April: Forum "Digitalisierung, Trends und Verwaltung"

Titel: Künstliche Intelligenz gestalten - Möglichkeiten für die Verwaltung: Ein interaktiver Workshop

Dr. Christian Djeffal, Luis Oala (Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft), Prof. Dr. Anne-Dore Uthe (Hochschule Harz)

Künstliche Intelligenz wird nicht nur im Silicon Valley und in Peking "gemacht". Sie kann und soll an vielen Orten gestaltet werden, so auch in Weimar. Auf diese Weise können positive Effekte der Technologie für unsere Gesellschaft realisiert werden. Dies sollte der Workshop auf dem diesjährigen Kongress des IT-Planungsrats in Weimar verdeutlichen, welchen Dr. Christian Djeffal in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Anne-Dore Uthe (Hochschule Harz) und Luis Oala (Fraunhofer HHI) durchführte. TeilnehmerInnen wurden aktiv, um auf diesem Wege über neue Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung zu lernen und sich gleichzeitig beim kreativen "Weiterdenken" neuer Technologien in anderen sozio-technischen Zusammenhängen zu üben. Die TeilnehmerInnen erlebten damit ein Element aus einem Führungskräfte-Training zum Thema künstliche Intelligenz für die Verwaltungsakademie Berlin. Damit nahmen sie gleichzeitig als Experten Einfluss auf eine Studie ("Gute Gestaltung von KI in der öffentlichen Verwaltung") und ein Projekt ("Understanding AI&Us"), die vom Nationalen E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) und der Volkswagenstiftung gefördert werden.

Der Workshop schloss an einen Vortrag zu KI an und begann mit einem 10-minütigen Briefing zum Format und zu Grundlagen der Technikgestaltung. Im Anschluss daran konnten die TeilnehmerInnen zwischen 3 Anwendungen wählen, die in Arbeitsgruppen besprochen wurden: in der ersten Gruppe wurden predective policing Systeme zur Aufklärung von Wohnungseinbruchsdiebstählen erörtert, in der zweiten Gruppe das mexikanische System gob.mx, welches das in Mexiko verfassungsrechtlich garantierte Frage- und Petitionsrecht effektiver umsetzen und die Kommunikation zwischen Bürger und betreffender Behörde erleichtern soll. Die dritte Gruppe widmete sich intelligenten Verkehrsbeeinflussungsanlagen, die insbesondere Überholverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen anordnen können.

Die Gruppen diskutierten Fragen in einem dreistufigen Verfahren. Zuerst wurden die zu erörternden Anwendungen erklärt und erläutert, inwiefern künstliche Intelligenz darin eine Rolle spielt. Auf dieser Basis gab es ein Brainstorming zu Chancen und Risiken der Technologie. Daraufhin sollten die TeilnehmerInnen ihre "sozio-technische Phantasie" spielen lassen und erörtern, auf welche Bereiche man eine solche Anwendung noch übertragen könnte und in welchen Bereichen keine Übertragung stattfinden soll. Jede Gruppe einigte sich anschließend auf eine Idee, die weitergehend untersucht werden sollte. Diese Idee wurde von der Gruppe ausführlich besprochen. Dabei dachten die TeilnehmerInnen darüber nach, was bei der guten Gestaltung der Transfervorschläge zu beachten sei. Im Bereich des Verkehrs entwickelten die TeilnehmerInnen etwa verschiedene Ideen, wie die Fortbewegung im Rahmen des Konzepts der Smart-Mobility intelligent beeinflusst werden kann. Die Charts mit den kreativen und vielfältigen Ergebnissen können unter diesem Text als Download abgerufen werden. Sie finden Eingang in eine umfangreichere Auswertung mit weiteren Experteninterviews. Wenn Sie Interesse an dem Projekt oder dem Workshop haben, melden Sie sich gerne unter cdt3@mailbox.org.