IT-Planungsrat

IT-Planungsrat auf der CEBIT 2018

Besuchen Sie uns in der Zeit vom 11. - 15. Juni auf dem Gemeinschaftsstand des IT-Planungsrats. Wir laden Sie herzlich ein, sich über Entwicklungen im Bereich der digitalen Bürger- und Unternehmensservices oder neue VerwaltungsApps zu informieren und sich mit unseren Standpartnerinnen und Standpartnern auszutauschen.

Zum nunmehr fünften Mal präsentiert sich der IT-Planungsrat wie in den Vorjahren im Rahmen eines Gemeinschaftsstands in Halle 14 auf dem Stand H 30.

Der Stand spiegelt Status und Perspektiven der föderalen Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Informationstechnik wider. Diesem Ziel folgt der Stand mit der Präsentation richtungsweisender Projekte und Anwendungen, die einen Eindruck der Breite des Spektrums der Digitalisierung von Staat und Verwaltung vermitteln.

Ergänzend zu den Informations- und Diskussionsmöglichkeiten an den einzelnen Ausstellungsinseln lädt der Gemeinschaftsstand Fachleute aus der Verwaltung, Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft sowie interessierte Bürger zum selbst Ausprobieren ein. Sie können hier die App ELFE testen, die Behördengänge und Verwaltungsprozesse rund um die Geburt vereinfachen soll indem ein automatisierter Prozess in Gang gesetzt wird, der Eltern zu Geburtsurkunde, Kinder- und Elterngeld und mehr verhilft während diese sich um ihre Familie kümmern können. Oder informieren und tauschen Sie sich mit unseren Kolleginnen und Kollegen von Bund und Ländern zu folgenden, spannenden Themen aus:

Die Projekte des IT-Planungsrats auf dem Gemeinschaftsstand

Der Portalverbund
Der Portalverbund ist ein Koordinierungsprojekt des IT-Planungsrats. Seine Umsetzung erfolgt auf der Grundlage des im August 2017 in Kraft getretenen Gesetzes zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen (OZG). Zunächst werden die Verwaltungsportale von Bund und Ländern zu Digitalisierungsplattformen auf- und ausgebaut. Bis Mitte 2018 errichtet der Bund die Infrastruktur, um diese miteinander intelligent zu verknüpfen. Anschließend erfolgt sukzessive der Anschluss aller Länderportale. Die Leistungen der Kommunen werden über die Portale der Länder angebunden. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen können dadurch die von ihnen gewünschte Dienstleistung und die zu dieser Dienstleistung bereitgestellten Informationen – unabhängig davon, auf welchem Verwaltungsportal sie einsteigen – direkt, schnell, einfach und sicher mit drei Klicks erreichen. Erfahren Sie hier mehr zum Portalverbund und den Stand der Umsetzung.

Nutzerkonten für Bürger und Unternehmen
Wer eine digitale Verwaltungsleistung nutzen möchte, muss sich in der Regel identifizieren und authentifizieren. Hierzu dienen Nutzerkonten, die im Steuerungsprojekt "eID-Strategie" des IT-Planungsrats gemeinsam von Bund und Ländern entwickelt werden. Wie in Onlineshops können Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen eigene Nutzerkonten anlegen und sich damit gegenüber der Verwaltung ausweisen.

Mit diesen einmalig eingerichteten Konten sollen Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen künftig alle Verwaltungsleistungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene nutzen können – unabhängig davon, bei welchem Teilnehmer des Portalverbunds das Konto angelegt wurde. Anmeldung und Authentifizierung erfolgen mit dem von der ausgewählten Verwaltungsdienstleistung vorgegebenen Grad an Vertraulichkeit und Sicherheit. Diese Vertraulichkeit orientiert sich auch an europäischen Anforderungen, hier der eIDAS-Verordnung. Mehr Informationen rund ums Nutzerkonto gibt es hier.

Behördenfinder Deutschland (BFD)
Der Behördenfinder Deutschland ist ein Ebenen übergreifender, flächendeckender Vermittlungsdienst, der Anfragen nach Verwaltungsleistungen in und zwischen lokalen Serviceportalen vermittelt. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen können die Dienstleistungen aller Verwaltungen so von jedem angeschlossenen Serviceportal aus erschließen. Weitere Informationen erhalten Sie am Gemeinschaftsstand des IT-Planungsrats oder unter www.behoerdenfinder.de.

Einfach zu Elterngeld und Kindergeld mit ELFE
Behördengänge und Verwaltungsprozesse rund um die Geburt zu vereinfachen, das ist das Ziel des Projekts ELFE. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland laut Statistischen Bundesamt 792.000 Kinder geboren. Die überwiegende Mehrheit der Eltern beantragt Elterngeld. Neben dem Antrag auf Elterngeld sind weitere "Amtsgänge" rund um die Geburt erforderlich. Dazu zählen beispielweise die Beantragung von Kindergeld, Geburtsurkunden oder Sorgerechts- und Vaterschaftsanerkennungen. Die Beantragungsprozesse sind besonders beim Elterngeld sehr aufwendig und Eltern tragen in den Anträgen häufig Daten zusammen, die in unterschiedlichen Behörden bereits vorliegen. Gerade in dieser bewegenden Zeit rund um die Geburt des eigenen Kindes so viele Behördengänge machen zu müssen und Anträge auszufüllen, stellt für viele Eltern eine Belastung dar. Diese Prozesse rund um die Geburt radikal zu vereinfachen, ist Ziel des Projektes ELFE, welches vom IT-Planungsrat im Rahmen des Digitalisierungsprogramms initiiert wurde und dessen Federführung Bremen innehat. Testen Sie die ELFE-App und kommen Sie mit den Bremer Kolleginnen und Kollegen von www.ELFE.online ins Gespräch.

Standardisierung
Mit der XÖV-Standardisierung verfolgt der IT-Planungsrat das Ziel, die systematische Entwicklung und Bereitstellung von IT-Standards für den elektronischen Datenaustausch im E-Government zu fördern. Die Standards E- bzw. XRechnung, XFall, XBau und XPlanung, XVergabe, XDomea für den elektronischen Austausch von Akten und Vorgängen oder Lateinische Zeichen in UNICODE tragen heute bereits zur schnellen und effektiven Umsetzung elektronischer Prozesse und dem sicheren standardisierten Austausch von Informationen innerhalb und mit der Verwaltung bei.

OSiP
Sicherheits- und Zuverlässigkeitsüberprüfungen von Personen müssen durchgeführt werden, wenn diese Zutritt zu sicherheitsrelevanten Bereichen wie Flughäfen, in Häfen oder Atomanlagen erhalten sollen. Aber auch in vielen weiteren Lebenssituationen - beispielsweise für eine Einbürgerung oder beim Besitz einer Waffe - wird die Zuverlässigkeit von Personen überprüft. Bei der Überprüfung werden verschiedene Behörden um Informationen über die betroffene Person gebeten, die der gewünschten Genehmigung oder sonstigen Verwaltungsleistung entgegenstehen können; das können z. B. Straftaten sein. So werden die Landeskriminalämter der Bundesländer, der Verfassungsschutz sowie verschiedene zentrale Register in Deutschland angefragt. Das IT-Verfahren OSiP unterstützt dabei den umfangreichen Prozess der Sicherheits- und Zuverlässigkeitsüberprüfungen, insbesondere den elektronischen Austausch aller beteiligten Behörden und sonstigen Stellen.

Die Anwendungsbereiche Luft- und Hafensicherheit, Einbürgerungen, Erteilung von Aufenthaltstiteln (über das Bundesverwaltungsamt), Akkreditierungen bei Großveranstaltungen, atomrechtliche Zuverlässigkeitsprüfung sowie die Anbindung der Waffenbehörden können bereits jetzt IT-gestützt mit Hilfe des IT-Verfahrens OSiP durchgeführt werden. OSiP wurde beim Sharing and Reuse Awards Contest 2017 der EU-Kommission, der für zukunftsweisende und effiziente IT-Lösungen im öffentlichen Verwaltungsbereich aus über 118 europaweit eingereichten IT-Projekten als einziges deutsches Projekt ausgezeichnet und kann sich 2018 beim eGovernment-Wettbewerb in der Kategorie "Bestes Koordinierungsprojekt" auf einen der ersten drei Plätze freuen.

AG InfoSic
Die Gewährleistung eines angemessenen Informationssicherheitsniveaus ist für ein verantwortungsvolles Verwaltungshandeln unerlässlich. Der IT-Planungsrat hatte deshalb von Anfang an das Thema IT- und Informationssicherheit als Arbeitsschwerpunkt gesetzt. Die Mitglieder des IT-Planungsrats haben sich gleichzeitig darauf verständigt, zur Verbesserung der IT- und Datensicherheit von Bund- und Ländern Sicherheitsziele für die Informationstechnik zu vereinbaren und eine Leitlinie zur "Informationssicherheit für die öffentliche Verwaltung" zu verabschieden. Diese Vereinbarung zwischen Bund und Ländern setzt ein verbindliches Mindestsicherheitsniveau der IT-gestützten Ebenen-übergreifenden Zusammenarbeit in der Verwaltung. Die Expertinnen und Experten der AG InfoSic sind die richtigen Gesprächspartner für Sie, wenn um Informationssicherheitsthemen geht:

  • Einführung eines einheitlichen Informationssicherheitsmanagements in Anlehnung an BSI-Grundschutz
  • Umsetzung einheitlicher Mindeststandards in der Informationssicherheit
  • Absicherung der Netzinfrastrukturen der öffentlichen Verwaltung
  • Gemeinsame Abwehr von Angriffen auf IT-Systeme der Verwaltung
  • Sensibilisierungsmaßnahmen zur Informationssicherheit

Bundesverwaltungsamt

CEBIT-Schriftzug mit verschwommener Menschenmenge im VordergrundBildVergroessern Quelle: Deutsche Messe