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Nationale E-Government Strategie (NEGS)

Am 24. September 2010 hat der IT-Planungsrat die Nationale E-Government Strategie (English version) beschlossen, mit der sich Bund, Länder und Gemeinden zum ersten Mal gemeinsam darauf verständigt haben, wie die elektronische Abwicklung von Verwaltungsangelegenheiten über das Internet weiterentwickelt werden soll.

Sie definiert sechs zentrale Ziele, an denen sich die Projekte ausrichten werden, u.a. die maßgebliche Orientierung am Nutzen von Bürgern, Unternehmen und Verwaltung, die Erhöhung der Effizienz des Verwaltungshandelns, die Transparenz über Daten und Abläufe, Datenschutz sowie die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe über Internetangebote des Staates.

Zielsystem NEGSGrafik: Zielsystem der NEGS

Die Nationale E-Government Strategie versteht sich nicht als „abstraktes Konstrukt“ für das föderale E-Government, sondern als eine flexible und praxisnahe Agenda, die neue Entwicklungen frühzeitig aufgreifen kann.

Die Verabschiedung der Nationalen E-Government Strategie ist das Ergebnis eines konsequent partizipativen Prozesses. Nicht nur die Ideengeber - die Deutschland-Online-Staatssekretäre und die Mitglieder der Arbeitsgruppe 3 des IT-Gipfels - waren maßgeblich an ihrer Formulierung beteiligt. Auch Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft haben ihre Themen sowohl in Diskussionen als auch im Rahmen einer Online-Beteiligung im September 2009 eingebracht. Für das deutsche E-Government war dieser partizipative Ansatz ein Novum. Er kennzeichnet den Beginn einer neuen Phase, die ebenso von föderalem wie von kooperativem Handeln geprägt ist.

Mit dem von der Kooperationsgruppe Strategie erarbeiteten Schwerpunktprogramm der NEGS, das in der 6. Sitzung des IT-Planungsrats am 13. Oktober 2011 beschlossen wurde, konnte ein wesentlicher Meilenstein für die Realisierung der Strategie erreicht werden. Grundlage für das Umsetzungskonzept bildete das Memorandum des IT-Planungsrats, das die strategische Ausrichtung sowie die politische Schwerpunktsetzung bezüglich der Umsetzung der Nationalen E-Government Strategie, auf Basis der Beschlüsse der 5. Sitzung des IT-Planungsrats am 30. Juni 2011, zusammenfasst.Vor diesem Hintergrund werden für eine zügige und durchgreifende Umsetzung der NEGS Schwerpunktmaßnahmen definiert, die sich auf vier übergeordnete Querschnittsthemen beziehen:

  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für E-Government
  • Standardisierung (Interoperabilität und Sicherheit) im europäischen Kontext
  • Weiterer Auf- und Ausbau einer serviceorientierten, föderalen E-Government-Infrastruktur
  • Weiterentwicklung der Kooperation und Kommunikation

Die Erarbeitung des Umsetzungsprogramms ist ein iterativer Prozess, der einen hohen Abstimmungsgrad zwischen allen Beteiligten erfordert. Unter der Federführung der Kooperationsgruppe Strategie wird deshalb das Umsetzungsprogramm der NEGS kontinuierlich fortgeschrieben.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Kooperationsgruppe Strategie.

Die Beschlussfassung zur Umsetzung des Schwerpunktprogramms der NEGS von der 6. Sitzung des IT-Planungsrats am 13. Oktober 2011 sowie weiterführende Dokumente finden Sie hier.

Fassung vom:
30.11.2010

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