IT-Planungsrat

E-Government-Kompetenz

IT- und E-Government-Kompetenz von Fach- und Führungskräften der Verwaltung

Die Maßnahme E-Government-Kompetenz des IT-Planungsrates leistete einen Beitrag zur Förderung der E-Government-Kompetenz in der öffentlichen Verwaltung, um eine bessere Nutzung der Potenziale der IT innerhalb der Behörden und für die Kommunikation mit Bürgern und Unternehmen zu ermöglichen. Die Grundannahme war, dass Planung, Gestaltung und Begleitung des Einsatzes der IT in der Verwaltung (E-Government) ein bedeutendes Handlungsfeld für Fach- und Führungskräfte in der Verwaltung ist. Die Aktivitäten reagierten auf den Umstand, dass Aus- und Fortbildungsangebote für Fach- und Führungskräfte in der Verwaltung nicht in angemessenem Verhältnis zur Bedeutung des E-Government stehen.

In der ersten Phase der Maßnahme, die im September 2014 endete, wurden mittels der wissenschaftlichen Studie "Aktuelle Ausprägung sowie Gestaltungsmöglichkeiten der E Government-Aus- und -Fortbildung von Fach- und Führungskräften der Verwaltung" durch das Potsdamer Institute for eGovernment (IfG.CC) bestehende Aus- und Fortbildungsangebote untersucht. Die Autoren der Studie konstatierten, dass spezifisches Wissen für E-Government insgesamt nur unzureichend vermittelt wird. Rollenspezifische Kompetenzprofile im E-Government wurden entwickelt und Empfehlungen für die Gestaltung entsprechender Bildungsangebote unterbreitet.

Siehe auch Entscheidung 2014/32 - Maßnahme "IT- und E-Government-Ausbildung von Fach- und Führungskräften der Verwaltung (E-Ausbildung)" aus der 15. Sitzung des IT-Planungsrats am 16. Oktober 2014.

Die zweite Phase der Maßnahme griff die Ergebnisse der ersten Phase auf und untersetzte und erweiterte sie, insbesondere durch:

  • die Ausarbeitung der Rollen im E-Government und die Konkretisierung der Bedarfe und Nachfragepotenziale nach Aus- und Fortbildungsangeboten und
  • die Erarbeitung von Empfehlungen zur Verankerung von E-Government-Kompetenzen in Konzepten bzw. Vorschriften für IT-Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung.

Relevante Anspruchsgruppen und betroffene Stellen waren dabei intensiv einbezogen. Für den Austausch zwischen Personalentwicklern, Bildungsanbietern, Fachministerkonferenzen und IT-Planungsrat wurden mehrere Workshops durchgeführt.

Am 16. Juni 2016 verabschiedete der IT-Planungsrat auf seiner 20. Sitzung den von der Maßnahme E-Government-Kompetenz vorgelegten, unter besonderer Mitwirkung von Hamburg und Schleswig-Holstein entstandenen, Leitfaden "IT-Personal gewinnen, binden und entwickeln".

Das Bild zeigt den Titel der Handreichung "Rollen und Kompetenzen für eine erfolgreiche öffentliche Verwaltung im digitalen Zeitalter"BildVergroessern

Zu seiner 21. Sitzung am 13. Oktober 2016 lag dem IT-Planungsrat die wissenschaftliche Studie „E-Kompetenz“ (Link) vor, die ein Team von Autoren der Universitäten Münster, München und Siegen sowie des Nationalen E-Government-Kompetenzzentrums (NEGZ) im Auftrag des IT-Planungsrats erstellt hatten. Für die Studie wurden 20 Rollen abgegrenzt, jeweils notwendige E-Kompetenzen zugeordnet und ein Leitfaden zur Erschließung geeigneter Vermittlungsmethoden entwickelt. Der IT-Planungsrat nahm die Studie zur Kenntnis und empfiehlt den Verwaltungen, das Rollenmodell anzuwenden.

Die Ergebnisse der Studie wurden in zwei Publikationen „Rollen und Kompetenzen für eine erfolgreiche öffentliche Verwaltung im digitalen Zeitalter“ und „E-Kompetenz stärken - Bildungsangebote für die digitale Verwaltung gestalten“ aufbereitet.

Federführung: Sachsen

Abschluss: 31. Dezember 2016