IT-Planungsrat

Föderales Informationsmanagement (FIM)

Aufbau eines föderalen Informationsmanagements

Das Projekt "Föderales Informationsmanagement (FIM)" hat das Ziel, auf fachlich-redaktioneller und organisatorischer Ebene eine nachhaltige Infrastruktur zu schaffen, die Informationen zu Verwaltungsverfahren (Leistungsbeschreibungen, Formular- und Prozessinformationen) umfasst. In Kooperation mit den Vorhaben LeiKa (Leistungskatalog der öffentlichen Verwaltung; einheitliches Verzeichnis der Verwaltungsleistungen über alle Verwaltungsebenen hinweg) und Bundesredaktion entsteht innerhalb der öffentlichen Verwaltung eine gemeinsame Infrastruktur, um den redaktionellen Aufwand in der Beschreibung von Informationen zu Verwaltungsverfahren bei höherer Qualität zu senken.

Aus einem Baukasten mit standardisierten Einzelelementen (u.a. Formularfelder/-feldgruppen, Prozessaktivitäten) sollen in Umsetzung eines Ebenen übergreifenden Redaktionsmodells validierte Stamminformationen durch den Bund erstellt werden. Auf Basis dieser Stamminformationen können nachfolgend landesrechtliche Spezifika ergänzt oder ersetzt werden und der Vollzugsebene zur Erstellung eines konkreten Formulars, einer lokalen Prozessbeschreibung und der vollständigen Leistungsbeschreibung bereitgestellt werden. Mit der Umsetzung des FIM-Standardisierungskonzepts wird eine wichtige Voraussetzung für die effiziente und effektive Erstellung sowie den Betrieb von E-Government-Anwendungen aller föderalen Ebenen geschaffen.

Nach dem Aufbau der Projektorganisation und der Durchführung einer Ist-Analyse hat das Projekt im Jahr 2013 die fachlichen Standardisierungskonzepte erarbeitet. In den Jahren 2014 und 2015 werden die Konzepte in der Praxis evaluiert und fortgeschrieben. Im Rahmen einer Kooperation mit der Waffenverwaltung wurde die FIM-Methodik im Jahr 2014 erstmalig erfolgreich getestet. Der Test schloss die Erstellung von Stamminformationen zu Leistungen auf der Grundlage gesetzlicher Regelungen des Bundes sowie deren Nutzung in den Ländern ein. In der Projektphase sollen weitere Anwendungsbereiche durch Kooperationen mit anderen Vorhaben wie z. B. dem Einheitlichen Ansprechpartner 2.0 für die FIM-Methodik erschlossen werden. Der Abschluss des Projektes Ende 2016 stellte einen weiteren Arbeitsschwerpunkt dar, bevor das Projekt FIM mit Beschluss des IT-PLR vom 13. Oktober 2016 zum 1. Januar 2017 zu einer Anwendung des IT-Planungsrats werden konnte.

Federführung: Bund, Sachsen-Anhalt