IT-Planungsrat

Amtliche Statistik

Die Datenerhebung und die föderale Zusammenarbeit im statistischen System in Deutschland erfolgte lange Zeit mit Medienbrüchen. Ziel des Vorhabens Amtliche Statistik war es, den Datenaustausch innerhalb der Verwaltungsebenen in Bund und Länder und mit Bezug zu den Kommunen zu erleichtern und die Komplexität der Prozesse durch eine online-gestützte Arbeitsteilung zu vermindern. Es sollte ein Netzwerk zwischen den beteiligten Verwaltungsebenen von der Datenerhebung bis zur Veröffentlichung entstehen. Es sollte allen Befragten die Möglichkeit eingeräumt werden, ihre Meldungen zur Statistik online abzugeben. Im Ergebnis sollten neue Online-Dienstleistungen im Internet für Wirtschaft, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger entstehen.

Im Ergebnis des Vorhabens Amtliche Statistik wurde folgendes umgesetzt:

  • Die amtliche Statistik bot zur Online-Datenerhebung schon bisher ein breites Angebot, dieses präsentierte sich den Meldern jedoch auf verschiedene Webangebote verteilt. Um die Online-Meldezugänge wie auch die Informationen zu den Meldewegen zusammenzufassen, wurde unter https://erhebungsportal.estatistik.de das Erhebungsportal als gemeinsame Plattform der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder für die Melder im Internet zur Verfügung gestellt. Das Erhebungsportal bietet an zentraler Stelle Informationen zu allen statistischen Erhebungen sowie einen schnellen und zentralen Zugang auf die von den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder angebotenen Online-Meldeverfahren IDEV und .CORE.
  • Das gemeinsame Statistik Portal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (http://www.statistikportal.de) ermöglicht den direkten Zugang zu amtlichen Basisdaten für Deutschland und die 16 Bundesländer. Das Angebot verweist auf das Erhebungsportal zu Online Verfahren und liefert Informationen zu aktuellen Daten und Zeitreihen zu den Themenbereichen der amtlichen Statistik.
  • Etablierung der Online-Datengewinnung aus den Kommunen sowie Vereinfachung der elektronischen Datenmeldung aus den Kommunen.
  • IDEV (Internet Datenerhebung im Statistischen Verbund) ist eine Internetanwendung, mit deren Hilfe Meldungen zu verschiedenen amtlichen Statistiken über das Internet an die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder übermittelt werden können. Die statistischen Daten werden hierbei direkt über elektronische Online-Formulare oder über einen Dateiversand an das zuständige statistische Amt gemeldet. Neben der Möglichkeit der Meldung statistischer Daten bietet IDEV dem Nutzer eine Reihe von Mehrwerten:

    • Online-Änderungsdienste z. B. für Adressen und Ansprechpartner,
    • kontextsensitive Online-Informationen zu Schlüsselverzeichnissen und Rechtsgrundlagen,
    • benutzerspezifisch vorausgefüllte Formularfelder für sich wiederholende Angaben,
    • Online-Vorprüfungen von ausgefüllten Formularen, um spätere Rückfragen zu reduzieren,
    • Import von Meldungsdateien ins Formular,
    • Archivierung und/oder Ausdruck von Meldungen,
    • Meldungsübersichten in sogenannten Melderkonten und vieles mehr.

Dieser Meldeweg, der auch landesamtsspezifische Angebote umfasst, wird sukzessive für alle onlinefähigen Statistiken realisiert. Der IDEV Zugang des Statistischen Bundesamtes ist unter www-idev.destatis.de oder über das gemeinsame Erhebungsportal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zu erreichen.

  • Gewinnung statistischer Daten aus dem betrieblichen Rechnungswesen durch Integration des Erhebungsprozesses in ERP-Systeme (eSTATISTIK.core).
  • Das statistische Informationssystem GENESIS-Online (www.destatis.de/genesis) wird als zentrales Data-Warehouse für statistische Informationen zu Auskunftszwecken genutzt. Darüber hinaus ist es die Basis für die Bereitstellung nutzergruppenspezifischer Online-Zugriffsmöglichkeiten über das Internet oder die Verwaltungsnetze (GENESIS-Online). Das regionalstatistische Datenangebot aus dem gesamten Spektrum der Amtlichen Statistik kann über eine integrierte interaktive Kartenanwendung erschlossen werden.
  • Der Lenkungsausschuss "Optimierte Kooperation" übernimmt als Bund-Länder-Gremium Aufgaben, die eine Optimierung der Zusammenarbeit der Statistischen Ämter und eine Steigerung der Leistungsfähigkeit des statistischen Verbundes im Fokus haben.

Federführung: Statistisches Bundesamt, destatis

Ansprechpersonen: Beate Glitza, Frank Genßheimer